Von Heidenheim nach Kassel – gut 500 km – zu trampen, ist durchaus eine gute Alternative zum Zug, billiger, schneller und kurzfristiger zu planen. Die Zuverlässigkeit ist die gleiche wie bei der Bahn. Und besonders heute war es dazu noch informativer.

Alles hat soweit gut geklappt, jetzt, um kurz vor vier, sitze ich hier in Göttingen im Burger King, nach einer interessanten Reise. Die Reise begann heute Morgen um 9 Uhr an der Autobahnauffahrt zur A7 Richtung Nord, als es gerade zu schneien begann und plötzlich eine wohlbekannte Schülermutter auftauchte und mich bis Würzburg mitnahm. Das Thema in dem blauen Transporter war natürlich Schule und deren Belegschaft.

01 wtcplan

WTC 5 ist seltsamerweise stehen geblieben, WTC 7 dagegen ist plötzlich in sich zusammen gesackt, wie bei einer Sprengung, obwohl nur eine kleine Flamme darin brannte.

Vor Würzburg auf einer Autobahnraststätte schien ich schon fast gestrandet. Die Sonne schien, doch es rasteten nur Urlauber, meist Familien, mit einem Auto, voll gestopft wie ein afrikanischer Flüchtlingslaster. Doch dann kam ein Kleintransporter mit einem Fahrer, der mir auf den ersten Blick recht mürrisch vorkam. Hager, lang, mit Namen Christian.

Doch seine Stimme war erstaunlich freundlich und die Sätze wohl strukturiert. Nach einem Cappuccino ging die Fahrt los. Zunächst erklärte ich, dass ich so kurzfristig noch soweit fahre, da meine Handyforschung (Jahresarbeit) eine kleine Pause braucht. Doch bei dem Stichwort Handyforschung, übernahm auch schon er das Mikrofon. Zunächst leitete er sein Wissen über Elektrosmog mit der Grundtheorie Rudolf Steiners über den Aufbau des Menschen ein. Vom Physischen Leib über Ätherleib bis zum menschlichen „Ich“. Dass er Rudolf Steiner gelesen hatte, erwähnte er allerdings erst als ich danach fragte. Dann erläuterte er, wie Strahlung das „Ich“ eines Menschen vom Körper trennt und der Mensch dadurch keine Entscheidungen mehr treffen kann und antriebslos wird. Obwohl er studierter Diplomphysiker ist, interessierte ihn die physikalisch krankmachende Wirkung kaum.

Übrigens haben seiner Meinung nach Alkohol, Medien und die Lehren von Scientology ebenfalls diese „Ich“ schwächende Wirkung.

Als wir jedoch bei Scientology angekommen waren, war es leicht weiteren Verschwörungstheorien auf den Grund zu gehen. Inzwischen war ja bekannt, dass er Physiker war. Und als Physiker kennt man die Formel mit der man die Fallgeschwindigkeit von Materie berechnen kann. Die wandte er bei der Frage zum Einsturz des World Trade Center am 11. September 2001 an und stellte fest, dass sie gesprengt wurden. Mit dieser Überzeugung hielt er bereits etliche Vorträge in der Bodenseegegend, wo er wohnt.

Und zwar dauerte es genau 10 Sekunden bis die Spitze des World Trade Centers am Boden ankam. Das entspricht genau der Zeit, die ein Stein bräuchte um vom Obersten Stockwerk bis zum Boden zu fallen.

Stürzt aber ein World Trade Center in sich zusammen (was durch den Einschlag eines Flugzeugs und den dadurch verursachten Großbrand gar nicht möglich ist) so wird jedes Mal, wenn der fallende Teil auf das intakte Stockwerk darunter fällt, abgebremst (bis er theoretisch ganz zum Stillstand kommt). So würde der Einsturz des World Trade Centers mindestens 48 Sekunden gedauert haben, anstelle der 10 Sekunden, die es (aufgrund der Sprengung) tatsächlich brauchte.

Außerdem entstehen bei einem Einsturz viel größere Gesteinsbrocken, als der Staub am 11. September. Wenn man den Staub genau betrachtet, stellt man auch fest das er nicht nur aus Beton, Sprengstoff und Dreck besteht sondern auch aus Knochenmehl der Menschen, die zum Zeitpunkt der Sprengung im Center waren. Das deutet auf die immense Sprengkraft des Pulvers hin. Er wusste auch noch die genaue Bezeichnung des Pulvers, die ich aber wieder vergessen habe.

Übrigens braucht das Anbringen der Sprengsätze zum Sprengen eines Hauses mindestens 14 Tage. Der Bürgermeister von New York gab direkt nach den Anschlägen unumwunden zu, dass das Gebäude 7, notgesprengt wurde. Das bedeutet, dass jemand in der Regierung New Yorks mindestens 14 Tage im Voraus gewusst haben muss, dass am 11. September die Anschläge stattfinden würden und man das 7. Gebäude dann notsprengen muss.

Die Themen danach waren noch interessanter. Die Neue Weltordnung, wie Barack Obama, als ein unbekannter Senator plötzlich Präsident werden kann, die Kornfiguren, wegen dem Christians extra zweimal nach England reiste und anderes. Doch die Zeit war rum. Wir erreichten eine Raststätte bei Kassel.

Obwohl Christian derzeit ein Apothekengehilfe ist (er transportierte ein Apothekenlabor nach Hannover), schein er einen ganz starken Willen zu haben und ein ganz waches „Ich“.

Die Raststätte bei Kassel war ein einsamer Ort. Alle fuhren nach Süden, wohingegen ich nach Norden musste. Kurz vorm Ziel gestrandet? Ich hackte erstmal Rudi’s Weisheiten in meinen Laptop.

Doch dann kam glücklicherweise ein Pole, der mich bis zum Burger King einschiffte.

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