Tja, Gestern war mal wieder so ein Tag. Von 9 Uhr morgens bis 5 Uhr abends stand ich am Hafen und habe Lkw-Fahrer angequatscht. Keine Chance…. Doch nach einem Fußmarsch, einer arschkalten Nacht und einer lustigen Grenzerfahrung erreiche ich auch schon schnell und einfach Buenos Aires. 

Mein Schlafplatz unter altem Lkw Schrott. Gemütlich kalt.

Mein Schlafplatz unter altem Lkw Schrott. Gemütlich kalt.

Dieser Pick-up hatte kurzerhand 2 Geradentore aufgeladen. Deshalb hat ihn auch die Polizei angehalten, doch Strafe musste er nur für ein kaputtes Rücklicht zahlen.

Dieser Pick-up hatte kurzerhand 2 Geradentore aufgeladen. Deshalb hat ihn auch die Polizei angehalten, doch Strafe musste er nur für ein kaputtes Rücklicht zahlen.

Dann habe ich auf eigenen Socken Montevideo durchquert, bis zu einer Tankstelle am Ortsausgang. Dort bin ich dann fündig geworden. Ein sehr netter Fahrer hat darauf bestanden, dass er mir 200 Pessos (8 €) gibt, für den Notfall. Er konnte mich zwar nicht mitnehmen, doch ein etwas abenteuerlich bepackter Kleintransporter hat mich bei Eiseskälte (gefroren hat es nicht) und sternenklarer Nacht noch mitgenommen bis nach Mercedes. Einem kleinen Ort im Westen Uruguays. Dort habe ich genüsslich warm unter einem alten Lkw gepennt.

Heute morgen ging es dann um so schneller. In Uruguay ist trampen etwas ganz normales. Das Land ist auch nicht größer als Baden-Württemberg und hat nur 4 Mio. Einwohner. Daher ist es sehr ungefährlich.
Schnell war ich an der argentinischen Grenze. Die Passkontrolle verlief etwas schleppend.

Die Grenzbeamtem stimmen kurzerhand ein nettes liedchen an.

Mein Gepäck wurde gescannt. Doch als ein Beamter auf dem Bildschirm des Radarskanners meine Gitarre entdeckte, hat er mir befohlen diese auszupacken und die ganze Station begann zu singen. So etwas wie ein Willkommenslied für mich in Argentinien. Wiedereinmal machte mir die Gitarre mein Leben viel leichter. Während des Singens  las der Beamte in meinem Reisepass, wie in einem Liederbuch.

Gut, zwei Tage ohne Geld in Uruguay sind vorbei. Und nun bin ich in Buenos Aires bei ganz netten deutsche Freiwilligen einer Waldorfschule im Vorort Villa Adelina.

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