Das Trampen verlief aussergewoehnlich einfach heute. Habe  erstaunlich viele nette Menschen und Kinder gefunden, die mir geholfen haben. Angekommen in La Serena suche ich nur noch ein Schlafplatz und werde bei dunkelheit fündig neben der Landebahn des Flughafens. Eine abenteuerliche Nacht mit Logvideo. 

Mein Busticket für 1,100 Pessos. Ungefähr 1,5 €

Wer cool sein will, hört hier nicht Sertaneja oder Volksmusik, so wie in den anderen Ländern, sondern amerikanische Pop-Musik. Verstehen tun aber die wenigsten, was gesungen wird, dennoch hat mich ein Lkw Fahrer mitgenommen, der während dem Fahren Englisch lernt.  Amerika ist hier immer noch das große Ziel der Bevölkerung.

In der Ebene wächst wein vor dem schönen Panorama der Anden

Alles Verwendbare Land ist hier mit Stacheldraht umzäunt. Es gäbe 5 große Aktienunternehmen, unter denen das Land aufgeteilt ist und an den Zäunen wehen immer die jeweiligen Flaggen.

Ich erblicke zum ersten mal in meinem Leben die Wellen des pazifischen Ozeans.

Die Fahrt geht sonst immer nach Norden, manchmal blitzt links der Pazific auf und manchmal sieht man rechts die schneebedeckten Anden. Bäume gibt es gar nicht, der Boden sei zu steinig, wie mir die Fahrer sagen.

Gen norden wird es immer trockener und vom Grün zu grau. Die Landwirtschaft geht in Olivenplantagen und Ziegenherden über. Am straßenrand verkaufen die Bauern den Ziegenkäse. Auch eine neue Frucht gibt es hier: Pipino.

Hier nun das Video, das ich nachts bereits im Schlafsack am Flughafen gemacht habe.

Mein Ponchozelt am nächsten morgen um 6:30 am flughafen von La Serena

Abegesehen von dem gescheiterten Landeanflug geschah bis zum nächsten morgen nichts mehr. Ich nehem an aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse.

Wie von unsichtbarer Hand geweckt, wachte ich bei Dämmerung auf, packte schnell meine Sachen und verschwand durch das Regennasse Gras über den Stacheldrahtzaun zurück, bevor mich irgendwer bemerkte.

So kam ich recht früh sehr weit…

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