Auf der Strecke durch die Hochanden von Cuscus nach Lima hatte ich das schönste Tramperlebniss überhaupt. Das hat mich zum Abschluss noch einmal daran erinnert, wie schön diese Reise war, wie frei ich bin und wie viele unglaubliche Begegnungen ich gehabt hatte. Schon gestern Morgen bin ich beim morgendlichen Berufsverkehr in der Chaotischen Hauptstadt Perus angekommen und wohne in dem Waldorfcollege in Cineguilla bei Familie Pundsack. Außerdem besuche ich hier mit der Freiwilligen alle möglichen anderen soziale Einrichtungen. 

Der Couchsurfer aus Cusco hat mir noch die Eindrucksvollen Mauern, Ruinen und Überreste der imposanten Incar-Hauptstadt gezeigt. Es sind Bauten, die an Eindruck den Pyramieden in nichts nachstehen. Zu Zeiten als es weder Räder noch Wägen gab und alles auf Lamas transportiert wurde, hatten sie Tonnenschwere Steine aus ganz Südamerika in diese Stadt in den Hohen Anden gebracht. Die Spanier haben diese dann economisch in christliche Kirchen umgebaut.

Machu Pitchu ist eigentlich die Hauptatraktion weshalb so viele Touristen aufsuchen Cusco aufsuchen. Doch da die Fahrt dorthin für Touristen total überteuert ist, habe ich das versteckte Handelszentrum der Incas an der Grenze zum Regenwald links liegen gelassen und habe noch nachts ein Taxi bis in ein Nachbardorf genommen, wo ich auf Lkws wartete.

Bei Dunkelheit hat mir dann ein netter Polizist einen Lkw angehalten, der mich auf der Ladefläche mitnehmen konnte. Dies war vielleicht mein schönstes Tramperlebnis der ganzen Reise. Auf Brettern auf der Ladefläche sitzend hatte ich den warmen Wind in den Haaren, der Vollmond beschien die steilen Hänge der Bergwelt und in der Nacht hatte ich den besten Ausblick als wir bis nach Abancay fuhren. Es war wirklich Eindrucksvoll und ich kann nur jeden Empfehelen bei Nacht eine Reise auf der Ladefläche eines Lkw über Andenpässe zu machen.

In Abancay habe ich dann auf dem Dach einer Tankstelle im Bau geschlafen und am nächsten Morgen gleich einen Lkw gefunden, der mich für 20 Soles (7 Euro) einen ganzen Tag lang bis nach Nasca mitgenommen hat. Auch diese Fahrt ging über viel Andenpässe und Serpentinen.

In Nazca wollte ich eigentlich schlafen, da es bereits sehr dunkel war, doch durch Zufall traf ich auf einen Laster mit Bett, der mich bis kurz vor Lima mitnahm. Mit ihm ging es dann im Schlaf entlang des Pazifics bis kurz vor die Hauptstat, wo ich in der Dämmerung jemanden Fand, der mich bis ins Zentrum mitnahm.

Lima ist wohl die Heftigste Stadt, die ich auf meiner REise gesehen habe. Es gibt zu viele Autos und alles Taxis und Sammelbusse die Hupend in Millimeterarbeit sich durch die Blechschalngen schlagen.

Von dort wollte mich erst kein Bus mitnehmen, da die überfüllten Schrottkarren zur morgendlichen Rushhour meinen Rucksack nicht transportieren wollten. Doch schlussendlich habe ich es geschafft und bin bei dem Waldorfprojekt in einem Vorort (Cineguilla) angekommen.

Gestern Abend habe ich dann noch mit Teresa, der Freiwilligen von Cineguilla, das Projekt Pro Humanus und deren Gründerin Bettina Vielmetter besucht. Sie macht wirklich interessante Arbeit mit Kindern in Abgelegenen Dörfern in den Anden und mit Krebskranken Kindern in Lima.

Heute, nachdem ich wieder in der Schule war und mit Kindern im Deutschunterricht gesungen habe, besuchen wir Runayay

 

Ich genieße heut und morgen noch die letzten zwei Tage Südamerika und hoffe dann ohne großen Kulturschock wieder in Deutschland immigrieren zu können.

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