Manche glauben, die totale Zensur der Meinungsfreiheit kommt schon morgen, andere glauben an die rosarote Wollmilchsau. Ich glaube es kommt das, für was wir uns einsetzten. Und das hängt im Wesentlichen von unserer Bildung ab und unserem Willen, die Welt nach unseren Träumen zu gestalten. In diesem Sinne möchte ich jeden dazu ermutigen einen kleinen aber freien Journalismus zu betreiben. Ein frohes neues Jahr 2012!

Informationsfreiheit und besonders Informationsvielfalt gehören für mich zu den wichtigsten Menschenrechten, erst recht in einer globalisierten Welt, die wir uns auch nicht von „Anti-Terrorismusgesetzen“ nehmen lassen dürfen. Nur, wie können wir sie fördern?

Überall befreien sich Menschen von Diktatur, Gewaltherrschaft und Korruption unter anderem mit Hilfe des Internets und Blogs wie diesen. Wir sehen also, dieses neue, weltweite Medium hat ein unglaubliches potenzial, wenn wir es richtig nutzen! Blogs, zum Beispiel auf WordPress.com, sind kostenlos und abgesehen von China, Nordkorea und ein paar anderen Ländern, uneingeschränkt nutzbar.

Nun mögen ja viele sagen, wir hätten doch in Europa keine Diktatur, und obwohl man sich das nochmal genau überlegen sollten, wenn man an die undemokratische legitimierung des EZB-Präsidenten denkt, so haben wir doch rechtlich gesehen Meinungsfreiheit und freie Presse. Dennoch glaube ich nicht, dass große Medien frei berichten. Auch sie sind abhängig von Werbepartnern, Presseagenturen und bestimmten Interessensgruppen.

Im deutschsprachigen Raum wird dank vieler kleiner Presseinitiativen wie compact.de, der Freiheitsliebe oder der Anti-Zensur-Konferenz aus der Schweiz viel erreicht. Doch Deutschland ist längst nicht mehr geographisch begrenzt. Aus Südamerika kommt die Wurst, nach Afrika geht der Schrott und aus Asien kommt das Handy. Das sind täglich ein paar tausen Tonnen Fracht, die hier in Hamburg (wo ich Silvester gefeiert habe) ankommen. Und wie viel Kultur und Geschehnisse kommen aus diesen Ländern? Gerade mal Reuters und eine handvoll anderer Presseagenturen.

Über mehr als ein Jahr habe ich nun auf meinem Blog an euch Berichtet. Knappe 10.000 Mal wurde zeitzusammen.com 2011 abgerufen. Meine Erlebnisse und Eindrücke geschildert und auch versucht Antworten auf Fragen dieser Welt zu finden. Dabei kann ich euch bis heute nicht die Wahrheit versprechen. Doch ich kann euch eine Meinung geben, die ihr mit vielen anderen Meinungen zu einem Gerüst verknüpfen könnt, das es möglich macht, nach dem eigenen Gefühl zu urteilen.

Wie wichtig das ist, sehe ich erst, seit ich aus Brailien zurück bin. Hier höre ich nur über Gewalt, Drogen und Überfällen, wenn es um Brasilien geht. Dabei ist die Wahrheit, wenn es sie gibt, etwas differenzierter, etwas menschlicher und viel viel vielfältiger, als es Presseagenturen übermitteln können. Das Problem der einseitigen Sichtweise ist mir plötzlich ganz klar geworden. Sehr gut erklährt es folgendes Video The danger of the single story.

Kurzum, ich möchte euch aufrufen zu einer dezentralen Informationsfreiheit. Weg vom Schäfchenjournalismus, bei dem die ganze Herde auf Reuters hört und hin zu vielen kleinen Netzwerken. Persönliche Freunde und Bekannte auf der ganzen Welt sind besonders in einer globalisierten Welt sehr wichtig geworden. Facebook reicht da lange nicht aus, wir müssen uns persönlich kennen, wissen, wie und was der andere Denkt und wie er den Rest der Welt sieht um zu verstehen, wie die Welt wirklich sein könnte.

Präsidenten können uns da nicht helfen, sie können nur, was die Mehrheit will, sodass sie wieder gewählt werden. Was würdest du als Präsident tun, wenn kein Mensch versteht, was wirklich gut wäre zu tun?

Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.

Hier ist eine Zusammenfassung:

Das Sydney Opera House bietet Platz für 2.700 Konzertbesucher. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 9.100 mal besucht. Das entspräche etwa 3 ausverkauften Konzertveranstaltungen im Sydney Opera House.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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